Krähenjagd mit dem feindlichen Lockbild


Die Hüttenjagd ist eine Lockjagdtechnik auf Krähen, die in Deutschland, der Schweiz und Österreich nur noch selten zum Einsatz kommt. Die Gründe dafür sind zum Einen die mangelnde Effizienz und zum Anderen gesetzliche Bestimmungen, die diese in ihrer Grundform einschränken bzw. verbieten. So dürfen keine lebenden Tiere mehr – im Falle der Hüttenjagd ein Uhu – zum Anlocken verwendet werden. Das feindliche Lockbild wurde früher auch "Die Jagd mit Auf" genannt. Rabenkrähen haben die Charaktereigenschaft andere Vögel, darunter auch Greifvögel, anzugreifen, um sie aus ihrem Territorium zu vertreiben. Diese Gegebenheit nutzt man mittels einer Uhu- oder Fuchsattrappe und eben ohne Lockkrähen. So stellt man die jeweilige Attrappe auf das freie Feld und legt dazu eine tote Krähe. Folglich wollen die Krähen den Uhu vertreiben und fliegen den Greifvogel an. Der in Schrotschussdistanz vorbereitete Bodensitz (Tarnschirm, Stall etc.) gewährleistet ein sicheres Anbringen des Schusses. Die heutigen Anpassungen der Einsatzmittel (Bodensitz) verwischen den Ursprung der Hüttenjagd. So wurde früher nicht aus Bodensitzen, sondern aus eigens dafür gebauten Holzhütten gejagt. Daher wir diese Jagdart auch Hüttenjagd genannt.


Die Planung der Krähenjagd

Die letzten Tage war das Wetter sehr winterlich. 15 cm Neuschnee, -4° am Tag und -11° in der Nacht. Leider hab ich Frühschicht und kann am Morgen nicht mal eben los. Da bei der Arbeit heute nicht viel los war, konnte ich aber schon am Mittag Feierabend machen.  

Die Planung der Krähenjagd


Der Tarnschirm und die Ausrüstung

Das Aufbauen des Tarnschirmes und Lockbildes im Dunkeln war hinfällig. Die Idee war, am Abend auf einen Bauernhof zu fahren, bei dem der Besitzer um eine Bejagung der Krähen ersuchte. Auf dem Gut ist immer viel Betrieb. Dies wollte ich beim Aufbau ausnutzen. Zudem wollte ich auf jeden Fall los und das schöne Wetter geniessen. Die Alternative und Strategie zum freundlichen Lockbild war gefunden. Ab ins Revier. Allein die Fahrt dahin hat sich schon gelohnt. Das ganze Revier glich einem Winterwunderland. Es waren keine Krähen oder andere Vögel und Wild zu sehen. Dies spielte mir und meinem Plan voll in die Karten. 

Der Tarnschirm und die Ausrüstung


Die Ausrüstung für das feindliche Lockbild

Auf dem Hof habe ich das Auto in die Scheune geparkt, so dass es durch die Rabenkrähen und Elstern nicht zu sehen war. Der kurze Transportweg kam mir sehr entgegen. Solche Voraussetzungen muss der Jäger ausnützen um effizient zu sein und keine Krähen schlau zu machen. Der Tarnschirm war sehr einfach gestaltet. Ich hab mich zwischen zwei Traktoren hinter die Reifen gehockt und mich mit einem Tarnnetz vor den Blicken der Vögel geschützt. Der präparierte Fuchs war das Hassobjekt in meinem feindlichen Lockbild. Eine Lockkrähe oder Uhu als Lockvogel habe ich keine verwendet. 

Der Tarnschirm und die Ausrüstung


Die Hüttenjagd - die etwas andere Lockjagd

Ich habe die Jagd mit dem Uhu (Auf) noch nie versucht und war selber sehr gespannt. Ehrlich gesagt sogar ziemlich aufgeregt. Diese Art der Bejagung hab ich mir genau für so einen Tag am Ende der Jagdzeit auf Krähen aufgehoben. Als ich mich positioniert habe, ging es auch gleich los. Der Klageruf der Krähe, mit meinem Corvus 1 von Raubzeug - Jagdlocker, ertönte laut und deutlich. Es dauerte nicht lange, da flog die erste Rabenkrähe an und fing auch gleich mit dem Hassen an. Auf gut 30 Meter konnte ich sie mit dem zweiten Schuss mit der Flinte erlegen. Jetzt musste es schnell gehen. Die eingesammelte Krähe legte ich vor den Fuchs. Damit die optische Wirkung weitere Reize verübte, legte ich einige Federn aus, um eine Rupfung vorzuspielen. Danach ging ich schnell wieder ins Versteck um die Tarnung ausnützen zu können. Auf das Anlocken und Rufen kam aber keine Reaktion mehr. Keine Krähe war zu hören oder gar zu sehen.  

Die Hüttenjagd - die etwas andere Lockjagd


Der kreative Jäger sucht die Alternative

Die Hoffnung, dass sich der Anflug wie beim freundlichen Lockbild gestaltet, erlosch relativ schnell. Dafür konnte ich in der Ferne ein paar Elstern hören. Gut, umdisponieren. Lockkrähen oder Lockeltern hatte ich aber nicht dabei... So musste ich mich auf die Jagdlocker verlassen. Locker wechseln, Klageruf der Elster spielen und weiter geht’s mit der Jagd.  So konnte ich endlich meinen neuen Elsternlocker von CMS CALL ausprobieren.

Der kreative Jäger sucht die Alternative


Die Krähenjagd ging weiter...

Es dauerte nicht lange und die erste Elster reagierte auf den Angstschrei. Sie flog meckernd über den Fuchs und ich konnte sie erlegen. So stellte ich mir die Hüttenjagd vor. Die zweite Elster kam aus meinem Rücken angeflogen. Ich konnte sie erst nicht sehen. Als sie im Baum saß und auch kräftig gegen den Fuchs hasste, konnte ich sie ausmachen und ebenfalls erlegen. 20 Minuten wartete und lockte ich weiter. Jedoch geschah nichts Nennenswertes. Abwarten und Geduld haben - die Grundvoraussetzung eines Krähenjägers. Keine zwei Minuten später kam erneut eine Elster angeflogen, die ich ebenso erlegen konnte. Danach war Ruhe. Ich hab noch etwa eine halbe Stunde gewartet bis ich abbauen wollte. Auf einmal fielen noch zwei Tauben in den Baum ein. Und nach dem Motto "Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach", erlegte ich diese beiden Vögel und mein Abendessen war gesichert.  

Die Krähenjagd mit der Strecke


Feindliches oder Freundliches Lockbild - mein Fazit!

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