Waffen / Munition


Waffenauswahl

Selbstladeflinte für die Krähenjagd

 

Ob die Jagd mittels Querflinte, Bockflinte oder Selbstladeflinte durchgeführt wird, entscheidet weniger über den Erfolg. Erste Priorität liegt auf der Tarnung und dem eigenen Befinden zur Waffe.

 

Welche Flinte soll ich mitnehmen? Eine Luxusfrage! Welche aber nicht selten gestellt wird. Meine grundsätzliche Antwort: "Nimm die, mit der Du besser triffst!"

 

Meine beste Strecke hatte ich mit einem Schirmpartner mit  einer Bockdoppelflinte. Er hat aus beinahe jedem Anflug eine Doublette geschossen (ich kann das leider nicht immer garantieren...). Der dritte Schuss aus der SLF ist also kein Garant für eine bessere Strecke.

 

Dennoch empfehlen wir aus gutem Grund langfristig die Selbstladeflinte / Repetierflinte.

 

Eine Selbstladeflinte / Repetierflinte ist im engen Schirm leichter zu handhaben, muss weniger bewegt werden. Sie muss nicht gebrochen werden und ist damit SICHERER, schneller und unkomplizierter nachzuladen und wieder in die Warteposition zu bringen.

 

Ein Rechtshänder mit Bockdoppelflinte sitzt bei mir im Schirm immer links. So hat er zwar noch weniger Platz zum laden, führt aber die Läufe seiner geladenen Flinte beim Hochnehmen NICHT an meinem Fuss, meinem Knie und auch nicht an meinem Hund vorbei. Das mag für Manche egoistisch klingen, aber mein Hund und meine Gliedmassen sind mir über die Jahre doch schon sehr an's Herz gewachsen.

 

Was tun also? Jagen Sie mit der Flinte mit der Sie treffen - der Wunsch nach einer SLF / Repetierflinte kommt nämlich ganz von alleine.

 

Und wenn diese erst einmal im Schrank steht, sollte sie auch regelmässig am TT Stand ausgeführt werden. Das sind wir unserer Beute und dem Niederwild schuldig. Skeet ist zum Training besser geeignet als Trap, Parcourstände besser als Skeet. Warum: diese sind jagdlich relevanter. Die meisten Krähen erlegen wir beim Anflug oder als hohe Querreiter. Entsprechend sollten wir trainieren. Und je mehr wir trainieren, desto mehr Glück haben wir.

 

Es gibt auch keinen Grund, warum man mit SLF / RF schlechter treffen sollte. Die meisten modernen Flinten können in Länge, Senkung und Schränkung angepasst werden. Die Waffen und die Munition muss dem Schützen zusprechen!

 

Welche Chokes? Das hängt von Ihrer Flinte, Ihrer Munition, Ihren Schiesskünsten und dem Anflugverhalten der Krähen ab. Am etwas flapsigen Spruch: "Wer zu dumm ist, sich gut zu tarnen, muss weiter schiessen", ist aber was dran. Denn am gut getarnten Schirm muss man meist nicht weit schiessen. Wie gut der Choke zur Munition passt, sagt Ihnen ein Pappkarton auf 15 - 35 Meter Entfernung genauer als jeder Internetratgeber!

 

Repetierflinten, liebevoll auch "Pumpe" genannt, haben den Vorteil einer höheren Magazinkapazität, aber auch einen Nachteil. Die RF will gemeistert werden. Der Ladevorgang wird für viele ungewohnt sein. Es ist nicht damit zu rechnen, dass der Transfer von BDF / SLF auf Repetierflinte von selbst geht. Es gibt hervorragende RF Schützen, da sieht man nur bei genauester Beobachtung das Nachladen. Aber eine solche Meisterschaft kommt nicht von selbst und bedarf viel Training.

 

Tarnung der Waffe: mit entsprechenden Klebebändern kann jede Waffe getarnt werden. Bitte das Band aber nicht über die Laufschiene wickeln. Wer sich für Krähen / Enten eine neue SLF holt, kann für einen geringen Aufpreis diese in camo haben. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit meiner matt schwarzen Flinte im Nachteil bin, werde diese aber in der nächsten Saison dennoch tarnen. Sicher ist sicher.

 

Was gar nicht geht, sind silber glänzende Baskülen etc.!

 


Munition / Choke

Die richtige Wahl der Munition ist für den Erfolg bei der Krähenjagd äussert wichtig. Je nach Waffe kann die Deckung abweichen. Daher sollte man vor der ersten Krähenjagd einen Munitionstest auf dem Schiessstand durchführen um zu testen, wie sich Munition mit dem eingesetzten Choke verhält.

 

Sinnvoll sind 2,5 - 3mm Schrote, wobei wir beste Erfahrungen mit 2,7mm bei einer Vorlage von 32 bis 36 Gramm machten.

 

Dies sind aber nur Richtmasse und können je nach Hersteller stark differenzieren. Die Deckung der eigenen Flinte mit der gewünschten Munition sollte auf jeden Fall auf dem Schiessstand überprüft werden. Hier jede Munition mit Vor- und Nachteilen aufzuführen, übersteigt jegliche Vernunft. Es gilt aber überall: Munition kaufen, Choke's mit Munition testen und seinen eigenen Schiessleistungen anpassen. Nur soviel: günstig ist nicht gleich schlecht. Teuer ist nicht gleich gut!