WARUM JAGT MAN KRÄHEN UND ELSTERN?


Informationen zur Jagd auf Krähen und Elstern

Krähenjagd warum jagt man Krähen und Elstern

Wer die Krähenjagd durchführen will, sollte ein allgemeines Wissen und Informationen über die Rabenvögel haben. Das Ziel der Lockjagd auf Elstern und Krähen ist nicht die jeweiligen Vögel auszurotten, sondern auf eine erträgliche Population zu dezimieren. Die Aaskrähe, so der wissenschaftliche Name für die beiden geographischen Unterarten Nebelkrähe und Rabenkrähe, ist, anders als ihr Name besagt kein reiner Aasfresser. Sie ist vielmehr, wie die Elstern, ein Allesfresser, die alles als Nahrungsquelle nutzt, was gerade greifbar ist. Dies geht von tierischer Nahrung über pflanzliche Kost, bis hin zu menschlichen und tierischen Abfällen. All diese Informationen findet Ihr auf unserer Webseite. 



Welches sind die Gründe für die Zunahme der Elster und Rabenkrähe?

Krähenjagd warum jagt man Krähen und Elstern
  • Bejagung der Rabenvögel in den Dörfern und Städten ist fast unmöglich 
  • Das Brutplatz- und Nahrungsangebot ist im Siedlungsraum ausgezeichnet. Nester lassen sich überall anbringen!
  • Rabenvögel sind fähig, sich rasch an veränderte Umweltbedingungen zu gewöhnen


Was fressen Elstern und Rabenkrähen?

Krähenjagd warum jagt man Krähen und Elstern

Sowohl die Elstern wie auch die Rabenkrähen sind Allesfresser und fressen jene Nahrung die am einfachsten verfügbar ist. Ihr Futter besteht aus Insekten, Regenwürmer, Wirbeltiere inkl. Kleinvögel. Elstern suchen zudem gerne fremde Nester auf um die darin vorhandenen Eier und Nestlinge zu fressen. Die Rabenvögel essen aber auch gerne Früchte, Beeren, Getreidekörner oder Nüsse. In ihrem Lebensraum stehen beiden Arten mit Speiseresten, Komposthaufen und anderen Abfällen ganzjährig ergiebige Nahrungsquellen zu Verfügung, welche auch intensiv genutzt werden. Damit füttern sie auch ihre Jungvögel welche noch nicht flügge sind und sich noch in den Nester aufhalten. 



Futterbedarf während der Brutzeit

Krähenjagd warum jagt man Krähen und Elstern

Die Brutzeit der Rabenkrähe ist recht kurz und reicht von April bis Mai. Jene der Elstern von April bis Juni. In dieser Zeit schaffen die Vögel meist nur eine einzige Brut. Das Weibchen bebrütet die Eier etwa 20 Tage lang im Nest. Die Elster brütet ihre Eier rund 17 - 22 Tage aus. Das Männchen versorgt während dieser Zeit den Nachwuchs und Weibchen mit Nahrung und verteidigt das Nest gegen Eindringlinge.



Ihr Futter - Eier, Insekten, Müll - und der Futterneid

Krähenjagd warum jagt man Krähen und Elstern

Auf Strassen und Schienen überfahrene Tiere, Feldfrüchte sowohl auf dem Feld als auch eingelagerte, Obst, Abfälle, Müllhalden, Gärten, Kompostieranlagen, Mist oder Gülle, frisch bearbeitete Felder und Wiesen, alles wird nach Nahrung durch Elstern und Rabenkrähen untersucht und gefressen. Diesen Futterneid machen wir uns bei der Krähenjagd zu nutzen. Mittels Lockvögel stellen wir ein Lockbild nach, welches den Vögel eine Futterquelle vorspielt. Dadurch entsteht der Futterneid, wodurch die Rabenvögel das freundliche Lockbild anfliegen.



Der Krähenschaden lässt sich teilweise vermeiden

Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild

Diese große Variabilität in der Nahrungsbeschaffung, in Verbindung mit hochgradiger Lernfähigkeit und Anpassungsfähigkeit ist das Geheimnis ihres Erfolges. Die Rabenkrähe - genauso wie die im Osten und Norden Europas vorkommende Nebelkrähe - kommt nicht nur mit allen natürlichen Gegebenheiten zurecht, sondern profitiert in hohem Masse von den menschlichen Einflüssen in die Natur. Dies führt zu stark steigenden Beständen der Elstern und den anderen rabenartigen Vögeln. Glaubt man der Statistik, scheint das das Bestandswachstum der Rabenkrähen in den letzten Jahren allerdings etwas abzuschwächen. Beide Singvögel - Arten sind in den letzten Jahrzehnten verstärkt in die Dörfer und Städte eingezogen, wo sie oft Brüten. Sie können daher als Kulturfolger, wie auch als Kriegsgewinnler der menschlichen Naturbeeinflussung bezeichnet werden. 



Schäden beim Nutztier in der Landwirtschaft

Krähenjagd warum jagt man Krähen und Elstern

Pünktlich zum Frühjahr gibt es Nachwuchs in den Schafherden. Viele Lämmer werden auf der Weide geboren. Das wissen anscheinend auch die Raben und Krähen und Elstern. Die Kolkraben und Krähen seien nicht nur für Lämmer, sondern auch für Kälber ein Problem. Die Rabenvögel hacken ihnen die Augen aus, um sie orientierungslos zu machen und dann zu töten. Im Weiteren gehen die Vögel oft in das Silage, ernähren und versäubern sich dort. Der zurückgebliebene Kot bringt massive Gefahren (Prionen) für Nutztiere wie das Rind.



Was sind Prionen

Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild

Krähen verbreiten krankheitserregende Prionen. Die Aasfresser nehmen die Erreger über infizierte Tierkadaver auf und scheiden sie mit ihrem Kot wieder aus. Durch das Ausscheiden sterben die Prionen nicht ab bzw. es dauert extrem lange. Prionen sind fehlgebildete Eiweiße, die zerstörende Krankheiten im Gehirn - wie den Rinderwahnsinn oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit - bei Mensch und Tier verursachen. 



Krähen verursachen einen erheblichen Schaden

Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild

Neben dem guten Nahrungsangebot das der Mensch bietet, nutzt die Krähe auch menschliche Siedlungen um dort natürlichen Fressfeinden weniger ausgesetzt zu sein, oder auch um im Winter auf Dächern großer beheizter Industrie- oder Gewerbehallen warm und energiesparend zu schlafen. Kurzum: die Krähe schafft es vom Menschen zu profitieren. Dies führt zu einem steten Ansteigen der Krähenpopulation, die zu massiven Problemen führt. Bei ihrer Nahrungssuche verursachen Krähen erhebliche Schäden.



Die diebische Elster in unseren Gärten

Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild

Als Nesträuber haben insbesondere Elstern einen grossen Einfluss auf die Population anderer Singvögel und insbesondere der Jungvögel. So kommt eine belgische Studie zum Schluss, dass eine Elster etwa jedes vierte fremde Nest während der Brutzeit plündern. Die Verluste durch das Fressen der Eier, lässt sich auch nicht durch das mehrfache jährliche Brüten vieler Singvogelarten ausgleichen. Daher ist die Jagd zum Dezimieren ein adäquates Mittel in der Niederwildhege und zum Erhalt der Population weiterer Vögel. Eine Bejagung hilft den Singvögeln bei der Aufzucht ihrer Jungvögel. 



Wildschaden durch die Krähe und Elster

Wildschaden durch Krähen in der Landwirtschaft und Niederwild
Die diebische Elster (Pica Pica)

Rabenvögel verursachen in ihrem Lebensraum einen Wildschaden. Obstplantagen (Beeren, Kirschen, Trauben etc.) werden geplündert, die Bewässerungsschläuche für Gemüse und Obstbau werden aufgehackt und müssen ständig repariert werden um das Wasser bis zu den Pflanzen zu bekommen. Das Saatgut wird gefressen oder Pflanzen auf der Suche nach Würmern ausgerissen. Die Maiskolben werden an der stehenden Pflanze von den Körnern befreit. Die Silagelager werden sowohl durch Frasschäden, als auch Verkoten und Zerstören der luftdichten Plane massiv geschädigt. Die Gefahr der Krankheitsübertragung auf Mensch und Tier ist in Zeiten von Vogelgrippe und ASP ebenfalls evident.



Die Jagd auf Rabenvögel ist notwendig

Wildschaden im Mais durch die Krähen

Neben diesen in Geld bezifferbaren Schäden nehmen die Elstern und anderen rabenartigen Vögeln aber auch durch Fressen von Eiern, Küken und Jungtieren sehr massiv negativen Einfluss auf Singvögel, Bodenbrüter, Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger. Diese Arten sind leider meist nicht auf der Gewinnerseite, sondern leiden vielmehr unter dem Einfluss des Menschen auf die Natur. Deshalb hilft die Bejagung der Krähen und Elstern den anderen Singvögeln bei der Reproduktion ihrer Art.



Wer zahlt den Schaden der Vögel?

Der entstandene Wildschaden ist in den meisten Fällen durch den Jäger zu bezahlen
Jäger oder Bauer?

Durch eine intensive und professionelle Bejagung der Krähen, Elster und Eichenhäher, kann der Jäger sowohl aktiv Schäden in der Landwirtschaft vermeiden, als auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten den Seuchenschutz fördern und gleichzeitig die Fressfeinden des Niederwildes reduzieren. Krähenjagd ist daher nicht nur anspruchsvoll und spannend, sondern auch notwendig um den Krähenbestand auf einem erträglichen Niveau zu halten. Der entstandene Wildschaden ist je nach Land Ersatzpflichtig, was bedeutet, der Jäger begleicht den Schaden. Muss der Wildschaden nicht bezahlt werden, erhält der Bauer keine Zahlungen und macht somit ein Minusgeschäft. 



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