TARNUNG KRÄHENJAGD - UNSICHTBAR BEI DER JAGD

Krähen verfügen über erstaunliche Sinnesleistungen, die uns Menschen oftmals deutlich überlegen sind. Die Tarnung des Jägers und dessen Ausrüstung ist daher elementar für die erfolgreiche Krähenjagd.  

Tarnung bei der Krähenjagd - Jäger und seine Ausrüstung


Warum muss man sich bei der Krähenjagd tarnen?

Vögel sehen Farben anders - Krähen sehen die Tarnkleidung

Vögel sehen Farben besser als wir Menschen. Das liegt unter anderem daran, dass sie vier verschiedene Arten von Rezeptoren - sogenannten Zapfen - zur Wahrnehmung von Farben haben. Die Zapfenzellen befindet sich in der Netzhaut. Die meisten Säugetiere, wie Hunde und Katzen, besitzen zwei Zapfenzellen. Sie sehen die Farben Grün und Blau. Das erklärt auch, warum die Hunde Schwierigkeiten haben, orangenfarbene Gegenstände zu sehen und zu finden. Der Mensch und einige Primaten haben drei Zapfenzellen für rot, grün und blau. Insekten, Reptilien, Amphibien, Fische und Vögel verfügen über vier Zapfenzellen im Auge. Sie sehen also alles noch mal etwas „bunter“ – beispielsweise im gelben oder im ultravioletten Bereich des Lichts. 



Die Tarnung ist als Gesamtes bei der Krähenjagd zu betrachten!

Die Tarnung ist als Gesamtes bei der Krähenjagd zu betrachten!

Die Erfahrungen aus unzähligen Jagden haben uns gelehrt, dass Krähen extrem lernfähige Tiere sind. Aus negativen Erfahrungen - vom Jäger gemachte Fehler - können sie die richtigen Schlüsse ziehen. Deshalb ist die Tarnung als Gesamtes bei der Krähenjagd zu betrachten. 



Tarnschirm bei der Krähenjagd

Tarnschirm bei der Krähenjagd mit natürlichen Materialien

Was für uns auffällig wirkt, fällt auch den Krähen auf! Ein freistehender Tarnschirm mitten auf dem Feld, sticht der Krähe sofort ins Auge und bietet uns keine geeignete Deckung. Jede Bewegung durch den Jäger eräugt die Krähe aus der Ferne. Das Aufstehen und aus dem Schirm Schiessen, nimmt die Krähe unweigerlich wahr und führt zum Abdrehen, bevor das Lockbild erreicht ist. Da hilft es auch nicht, dutzende Lockkrähen aufzustellen. Die Lockwirkung ist verpufft! Es gibt auch hier Notsituationen. In Gebieten ohne natürliche Deckung muss man sehr erfinderisch sein, um den Schirm so zu tarnen, dass Krähen trotzdem anfliegen. Strohballen mit einem farbengleichen Tarnnetz versehen oder einen Anhänger vom Landwirt, sind mögliche Ideen. Beim Bau des Tarnschirmes und der Tarnung sind bei der Kreativität keine Grenzen gesetzt!



Tarnung für den Jäger

Tarnkleidung für die Krähenjagd und den Jäger

Bei der Jagd auf die Krähen ist es daher wichtig, dass keine Haut zu sehen ist. Somit sind Handschuhe, Gesichtsschutz und eine normale Tarnkleidung nötig. Hierbei gibt es eine grosse Auswahl an Handschuhen, Sturmhauben, Jacken, Fleecejacken und Hosen. Der Gesichtsschutz muss möglichst viel verdecken und eine Öffnung für den Krähenlocker haben! Die Ausrüstung sollte jeder Jäger so wählen, dass sie ihn bei den Bewegungen im Schirm, nicht behindern. Der Online - Handel bietet eine grosse Auswahl an Tarnkleidung an. In der Praxis hat sich der Tarnanzug von Ghosthood Concamo (Poncho und Hoodie) bewährt. Dieser löst die menschlichen Konturen auf und bringt so die perfekte Tarnung mit sich. Diesen Anzug trägt man über den normalen Bekleidung. Er beinhaltet eine Kopfbedeckung und Handschuhe. Ist die Jagd vorbei, zieht man den Anzug aus und kann ohne Camouflage - Bekleidung herumlaufen. Der Tarnanzug ist mit seiner geringen Grösse schnell bei der anderen Ausrüstung verstaut. 



Camouflage für die Flinte

Camouflage für die Flinte bei der Krähenjagd

Camouflage bei einer Flinte ist letztendlich eine Geschmacksfrage. Wer die Flinte für die Lockjagd nutzt, insbesondere für die Krähenjagd, ist mit Tarnfarben sicher nicht schlecht beraten. Vielmehr macht es aber Sinn darauf zu achten, dass der Verschluss und andere Teile nicht glänzen. Krähen eräugen alles und glänzende Gegenstände stechen ihnen sofort ins Auge. 



Gewehrsocke für die Waffe

Gewehrsocke / Tarnsocke für die Tarnung der Flinte

Der Markt bietet hierbei Nachhilfe: Camo Gewehrsocke. Der elastische Stoffstrumpf lässt sich einfach über die Waffe ziehen, tarnt sie effektiv und verhindert unliebsame Reflexionen - ideal für die Tauben- und Krähenjagd! Einen Stoffstrumpf über den Lauf zu ziehen, hat  aber Vor- und Nachteile. Bei Kipplaufwaffen zieht man die Socke einfach über den Lauf und Systemkasten. Im Anschluss schneidet man die nötigen Ausschnitte für den Abzug und das Laufende ein. Das Zielen mit dem Korn wird jedoch nicht mehr möglich sein. Hingegen ist es jederzeit möglich, die Waffe einfach zu reinigen. Der Tarnstrumpf rutsch jedoch auf dem Lauf und Basküle hin und her, was sich äußerst gefährlich auswirkt. Eine aus der Hand gleitende Flinte ist lebensgefährlich! 



Auto

Auto wegstellen bei der Krähenjagd ist ein Gebot

Je öfter man in einem Revier zur Lockjagd auf Krähen geht, umso besser kennen die Rabenkrähen das eigene Auto. Das Auto müssen wir daher weit genug vom Lockbild entfernt parken. Nur so können wir die Verknüpfung der Krähen mit der Jagd und dem Menschen verhindern. Es gibt keine minimale Entfernung, die wir einhalten müssen. Der Abstand hängt von den örtlichen Verhältnisse ab. In Wohngebieten können wir das Auto nahe dem Jagdplatz abstellen. Auf dem offenem Feld ist es wichtig, das Auto weit weg zu fahren, so dass es beim Anflug nicht mehr gesehen werden kann. Typische Jägerautos sollten weit ab vom Geschehen hingestellt werden. Dies weil ein typengleiches Fahrzeug eventuell im Nachbarrevier bei der Gummipirsch zum Einsatz kam. 



Jagdhund

Hundeweste für die Krähenjagd

Hunde mit einer dunklen Fellzeichnung brauchen keine Tarnung bei der Krähenjagd. Bei Hunden mit grösstenteils hellen Fellbereichen ist eine Tarnung nicht zwingend nötig, auch wenn viele Hundeführer den Hund mit einer Tarngardine oder dergleichen zudecken. Der Jagd- und Hundeshop bietet Neopren - Hundewesten in verschiedenen Tarnfarben an. Diese Hundewesten haben den nützlichen Nebeneffekt, dass sie den stillsitzenden Hund auch an kalten Tagen warmhalten. Die Beste Tarnung des Jagdgefährten bringt aber nichts, wenn er nicht ruhig im Tarnschirm sitzen kann. 



Standruhe beim Jagdhund

Standruhe Jagdhund bei der Jagd - Krähenjagd

Ein einspringender und zappelnder Hund bringt die hohe Gefahr mit sich, dass der Schirm umgerissen wird. Unsere Deckung und mühevoll hergerichtete Tarnung wäre sofort weg und aufgeflogen. Im weiteren nehmen Rabenkrähen den Jagdhund anders wahr, als wir Menschen und anderes Wild. Er stört sie oft nicht, wenn er im Lockbild ist und eine Krähe apportiert. Die Rabenkrähe wird sogar neugierig und möchte schauen, was sich da tut. Eine Gefahr die ab und an besteht ist, dass der Jagdhund unsere Lockvögel berührt und umwirft. Sollte dies geschehen, müssen wir sofort die umgefallen Lockkrähen und Confidence Decoys wieder aufstellen. 



Das ist fehl am Platz! Locker nutzen ohne Ende!

No Go Krähenjagd Socken

In der Umgebung vom Lockbild sollten wir unbedingt darauf achten, dass wir selbstkritisch die Situation beurteilen. Fliegen Krähen ungewohnt hoch an, drehen frühzeitig vor unseren Lockkrähen ab oder verkünden den Angstschrei, müssen wir den Fehler suchen. Ein beschädigtes Tarnnetz, glänzende Hülsen vor dem Tarnschirm oder schmutzige Lockvögel können der Grund sein. Der ständige Einsatz vom Krähenlocker ist ebenso eine mögliche Ursache, warum die Krähen das Lockbild nicht anfliegen. Der Locker sollte mit Bedacht eingesetzt werden!  



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