Warum jagt man Krähen?

Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild
Krähen plündern andere Nester

Informationen zur Jagd

Wer die Krähenjagd durchführen will, sollte ein allgemeines Wissen und Informationen darüber haben. Die Aaskrähe, so der wissenschaftliche Name für die beiden geographischen Unterarten Nebelkrähe und Rabenkrähe, ist, anders als ihr Name besagt kein reiner Aasfresser. Sie ist vielmehr ein Allesfresser, die alles als Nahrungsquelle nutzt, was gerade greifbar ist. Dies geht von tierischer Nahrung über pflanzliche Kost, bis hin zu menschlichen und tierischen Abfällen. All diese Informationen findet Ihr auf unserer Webseite. 


Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild
Schaden am Mais

Der Krähenschaden lässt sich teilweise vermeiden

Diese große Variabilität in der Nahrungsbeschaffung, in Verbindung mit hochgradiger Lernfähigkeit und Anpassungsfähigkeit ist das Geheimnis ihres Erfolges. Die Rabenkrähe - genauso wie die im Osten und Norden Europas vorkommende Nebelkrähe - kommt nicht nur mit allen natürlichen Gegebenheiten zurecht, sondern profitiert in hohem Masse von den menschlichen Einflüssen in die Natur. Sie kann als Kulturfolger auch als Kriegsgewinnler der menschlichen Naturbeeinflussung bezeichnet werden. Auf Strassen und Schienen überfahrene Tiere, Feldfrüchte sowohl auf dem Feld als auch eingelagerte, Obst, Abfälle, Müllhalden, Kompostieranlagen, Mist oder Gülle, frisch bearbeitete Felder und Wiesen, alles wird nach Nahrung untersucht und gefressen. 


Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild
Kot im Futter für Nutztiere

Der tödliche Hirnabbaus wird über den Kot verbreitet

Krähen verbreiten krankheitserregende Prionen. Die Aasfresser nehmen die Erreger über infizierte Tierkadaver auf und scheiden sie mit ihrem Kot wieder aus. Durch das Ausscheiden sterben die Prionen nicht ab bzw. es dauert extrem lange.

Was sind Prionen

Prionen sind fehlgebildete Eiweiße, die zerstörende Krankheiten im Gehirn - wie den Rinderwahnsinn oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit - bei Mensch und Tier verursachen. Die Krähen gehen oft in das Futtersilage, ernähren und versäubern sich dort. Der zurückgebliebene Kot bringt massive Gefahren für Nutztiere wie das Rind. 


Warum werden Krähen bejagt? Schaden in der Landwirtschaft und beim Niederwild
Die Krähe gehört zu den Aasfresser

Krähen verursachen einen erheblichen Schaden

Neben dem guten Nahrungsangebot das der Mensch bietet, nutzt die Krähe auch menschliche Siedlungen um dort natürlichen Fressfeinden weniger ausgesetzt zu sein, oder auch um im Winter auf Dächern großer beheizter Industrie- oder Gewerbehallen warm und energiesparend zu schlafen. Kurzum: die Krähe schafft es vom Menschen zu profitieren.Dies führt zu einem steten Ansteigen der Krähenpopulation, die zu massiven Problemen führt. Bei ihrer Nahrungssuche verursachen Krähen erhebliche Schäden.


Wildschaden durch Krähen in der Landwirtschaft und Niederwild
Die diebische Elster (Pica Pica)

Wildschaden durch Krähen

Krähen verursachen einen Wildschaden. Obstplantagen (Beeren, Kirschen, Trauben etc.) werden geplündert, die Bewässerungsschläuche für Gemüse und Obstbau werden aufgehackt und müssen ständig repariert werden um das Wasser bis zu den Pflanzen zu bekommen. Das Saatgut wird gefressen oder Pflanzen auf der Suche nach Würmern ausgerissen. Die Maiskolben werden an der stehenden Pflanze von den Körnern befreit. Die Silagelager werden sowohl durch Frasschäden, als auch Verkoten und Zerstören der luftdichten Plane massiv geschädigt. Die Gefahr der Krankheitsübertragung auf Mensch und Tier ist in Zeiten von Vogelgrippe und ASP ebenfalls evident.


Wildschaden im Mais durch die Krähen
Wildschaden im Mais durch die Krähen

Die Jagd auf Krähen ist notwendig

Neben diesen in Geld bezifferbaren Schäden nehmen Krähen aber auch durch Fressen von Eiern, Küken und Jungtieren sehr massiv negativen Einfluss auf Singvögel, Bodenbrüter, Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger. Diese Arten sind leider meist nicht auf der Gewinnerseite, sondern leiden vielmehr unter dem Einfluss des Menschen auf die Natur.


Der entstandene Wildschaden ist in den meisten Fällen durch den Jäger zu bezahlen
Jäger oder Bauer?

Wer zahlt den Schaden?

Durch eine intensive und profesionelle Bejagung der Krähen, Elster und Eichenhäher, kann der Jäger sowohl aktiv Schäden in der Landwirtschaft vermeiden, als auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten den Seuchenschutz fördern und gleichzeitig die Fressfeinden des Niederwildes reduzieren. Krähenjagd ist daher nicht nur anspruchsvoll und spannend, sondern auch notwendig um den Krähenbestand auf einem erträglichen Niveau zu halten. Der entstandene Wildschaden ist je nach Land Ersatzpflichtig, was bedeutet, der Jäger begleicht den Schaden. Muss der Wildschaden nicht bezahlt werden, erhält der Bauer keine Zahlungen und macht somit ein Minusgeschäft. 



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