Jagdbare Rabenarten bei der Lockjagd


Vor jeglicher Erklärung sei Eines vorangestellt: An diese Seite arbeiten Jäger aus verschiedensten Teilen Europas mit. Sämtliche Krähenarten dürfen (DORT) von diesen Jägern auch bejagd werden. Es sind jagdbare Arten!

 

Es finden sich Bilder auf dieser Seite von Krähenarten, die Sie in Ihrem (Bundes) Land ggf. nicht bejagen dürfen. Es ist wichtig, diese zu kennen.


Rabenkrähe

Rabenkrähe, Krähenjagd

Die Rabenkrähe ist eine Unterart der Aaskrähe. Das Gefieder ist vollkommen schwarz. Mit etwa 47 cm Größe / Länge ist sie deutlich kleiner als der Kolkrabe. Die Rabenkrähe verfügt im Gegensatz zur Saatkrähe, mit der sie verwechselt werden kann, nicht über ein nacktes Gesicht und hat einen kräftigen, schwarzen Schnabel.  Das Gefieder der Rabenkrähe ist vollständig schwarz und im Gegensatz zu den Saatkrähen weniger glänzend und auch der Schnabelansatz ist schwarz befiedert.


Saatkrähe

Saatkrähe, Krähenjagd

 

Die Saatkrähe ist im Alterskleid kaum verwechselbar. Jungvögel können aber mit der fast gleich großen Aaskrähe verwechselt werden. Das Gefieder der kräftigen, etwa 46 Zentimeter großen Saatkrähe ist einheitlich schwarz, mit leicht rötlichem Glanz. Der Schnabelgrund der Altvögel ist nackt und grau / weiß, derjenige der Jungvögel ist noch befiedert. Im Flugbild ist die Saatkrähe an den etwas längeren und tiefer gefingerten Schwingen recht gut von der Rabenkrähe unterscheidbar. Die Geschlechter unterscheiden sich weder in Färbung noch in der Größe. Die Jungvögel bekommen etwa mit acht Monaten das Aussehen der Altvögel.


Nebelkrähe

Nebelkrähe, Krähenjagd

Die ist nichts anderes als die im Osten und Norden vorkommende Unterart der Aaskrähe für die dasselbe gilt wie für die Rabenkrähe. Im "Grenzgebiet" kommen beide geografische Arten nebeneinander vor und verpaaren sich erfolgreich, so dass dort auch Hybriden der beiden Arten in unterschiedlichsten Abstufungen und Gefiedermischvariationen vorkommen. Getreu der "Bergmannschen" Regel wonach die größten Individuen einer Art im jeweils kältesten Lebensraum vorkommen, sind die im Osten und Norden beheimateten Nebelkrähen meist etwas größer als eine Rabenkrähe.


Kolkrabe

Kolkrabe, Krähenjagd

Kolkraben sind die grössten Singvögel. Sie können über weite Strecken gleiten und in Aufwinden ohne Flügelschlag kreisen. Vor allem im Frühjahr trudeln sie paarweise hoch in der Luft, schließen die Flügel halb, rollen sich seitwärts ab und stürzen atemberaubend schnell in die Tiefe. Sie bringen es fertig, kurze Strecken mit dem Rücken nach unten zu fliegen. Die Paare leben in einer Dauerehe und festigen den Zusammenhalt durch Kraulen, Füttern oder Gefiederpflege. Weil der Kolkrabe auch schwaches Jungwild überwältigen kann, galt er lange Zeit als Schädling und wurde stark verfolgt. Heute ist bekannt, dass er ein wichtiger Gesundheitspolizist ist, da er sich überwiegend von Aas ernährt.


Eichelhäher

Eichelhäher, Krähenjagd

Der Eichelhäher ist ein vorzugsweise waldbewohnender Rabenvogel. Wegen seiner Eigenschaft im Herbst Eicheln über große Strecken in seinem Kropf zu transportieren, und im Boden zu verstecken, von denen einige Keimen und so zur Verbreitung von Eichen beiträgt wird er oft als "Waldgärtner" und nützlich bezeichnet. In manchen Ländern ist er ganzjährig geschont. Leider kann er auch Schäden verursachen. Waldnahe Maisfelder werden regelrecht geplündert und er ist ein arger Nesträuber für Singvögel und auch Bodenbrüter. Zudem ist sein Bestand nicht gefährdet und Häher liefern schmackhaftes Wildpret. Die ausgelösten Brüste stehen geschmacklich dem zartesten Rehrücken in nichts nach. Es gibt also genug Gründe das kleine feine Waidwerk auch auf den Eichelhäher auszuüben! Neben der Gelegenheitsbeute auf Treibjagden kann man ihn erfolgreich zu zweit so bejagen, dass man entlang einer Hecke aufeinander zugeht, einer links und einer rechts der Hecke. Sehr erfolgreich ist die Bejagung auf dem Strich zur Zeit der Eichenmast, vor allem dann, wenn nur wenige Eichen Mast tragen gibts feste Fluglinien, auf denen die Häher zu und abstreichen. Hauptsächlich in den Vormittagsstunden kann hier der passionierte Flugwildjäger gute Strecken erzielen. Eichelhäher kann man auch gut anlocken. Die Elsternklage funktioniert sehr gut, es gibt auch spezielle Eichelhäherlocker mit denen das Rätschen der Häher nachgeahmt werden kann. Es ist kleines Waidwerk mit Trophäen aber ohne in Kilogramm messbaren Wildpretgewinn. Es bereitet hingegen große Freude, hilft den Singvögeln und die hübschen Flügeldeckfedern zieren jeden Hut wobei wie gesagt auch das Wildpret nicht zu verachten ist...


Elster

Elster, Krähenjagd

Elstern sind Heckenbewohner. In geschlossenen Waldgebieten findet man sie ebensowenig wie in kahler Feldflur. Häufig lebt sie in unmittelbarer Umgebung des Menschen, wodurch sie sich vor natürlichen Feinden ebenso schützt, sich Nahrungsquellen erschliesst und der Bejagung entzieht. Bei der Nahrungssuche ist sie nicht wählerisch und nimmt mit, was sich ihr bietet. Dazu gehören neben pflanzlicher auch tierische Kost. Überfahrene Tiere, Singvogelbruten und Jungvögel , die Eier von Bodenbrütern ebenso wie Zier- und Nutzgeflügel und deren Küken auch Junghasen gehören zu ihrem Beutespektrum. Die Zahl der Beobachtungen von nestraubenden Elstern ist - wohl aufgrund der Nähe zum Menschen in Dörfern und Städten - Legion und auch vielfach dokumentiert. Bejagungsarten: Neben Zufallserlegungen gibt es einige sehr effektive Jagdarten auf Elstern. Zum Elsternjagen empfielt sich feines Schrot und offene Bohrung.

Freundliches Lockbild

3 - 15 Elsternlockvögel, die nicht unbedingt beflockt sein müssen, werden an bekannten Elsternflugrouten aufgestellt und / oder in die Büsche gehängt. Wichtig dabei ist, dass der Platz an einer Hecke liegt da Elstern bevorzugt entlang solcher Deckungen fliegen. Ideal ist eine Lücke in der Hecke da dies das Schiessen wesentlich erleichtert. Im Gegensatz zum Krähenlockbild ist hier am Jagdtag mit den Lockvögeln ausgebrachtes Luder hilfreich. Das kann ein überfahrener Hase sein, oder auch eine Rehlunge. Langfristige Luderplätze sind natürlich ebenso immer wieder lohnende Ansitzplätze. Beim Krähenlockbild schadet es nicht wenn auch einige Elsterndecoys etwas abseits ( ca. 10 - 15m) mitaufgebaut werden, nie gemischt mit Krähen und nie immer dieselbe "Truppe", denn das könnte zur Wiedererkennung durch Krähen führen... deswegen in dem Fall auch ohne Luder.

Feindliches Lockbild

Hier gilt das gleiche wie für Krähen. Oft kann man hier beide Arten erlegen. Die nachgeahmte Elsternklage funktioniert hier besonders gut. Elstern stehen darauf gerne mal ein paar Minuten nach dem Ende der Klagelaute zu.

 

Bejagung am Schlafplatz

Elstern schlafen in Gesellschaft in Hecken. Dort kann man sie erfolgreich abpassen. Wichtig ist hier genau zu erkunden wann sie aus welcher Richtung anfliegen. Am Folgetag wird dann nachmittags rechtzeitig ein Schirm errichtet von dem aus man in die Hauptanflugrichtung schiessen kann.Die Elstern fliegen manchmal sehr niedrig an, weshalb dringend das Hinterland zu beobachten ist! Sobald sich eine Elster nöhert schiesst man am besten noch im Anflug. Fällt sie erstmal ein, springt sie sofort im Geaest nach unten und ist meistens nimmer zu sehen. Der Ansitz muss bis in tiefste Dämmerung erfolgen da die Elstern sehr lange zustreichen. Hier gilt: Je öfter man - auch mit mehrwöchiger Pause - jagt desto trickreicher fliegen die Elstern an.Das heißt der erste Versuch muss bestmöglich klappen. Am Morgen ist die Jagd am Schlafgehölz zu unterlassen, nach dem ersten Schuss fliegt die ganze Gesellschaft auf und davon.