Jagdhund für die Krähenjagd


Jagdhund zum Apportieren der Krähen der Lockjagd.

Brauchbarer Jagdhund:

Die Jagd mit einem brauchbaren Jagdhund ist je nach Land, Bundesland oder Kanton, gesetzlich vorgeschrieben. Mit brauchbar ist hier nicht nur die abgelegte Prüfung gemeint, sondern tatsächlich auch die Fähigkeit des Hundes mitzuwirken.

 

Der Hund ist bei der Lockjagd auf Krähen da um krankes, verlorenes oder erlegtes Wild bringen. Herumliegende Krähen müssen unverzüglich aus dem Lockbild entfernt werden, ansonsten ist eine abschreckende Wirkung auf anfliegende Krähen vorgegeben. Die Hunde müssen so ins Apportieren eingearbeitet sein, dass jede Krähe ohne Wenn und Aber, zurück gebracht wird.

 

Gehorsam beim Apport:

Sollte der Jagdhund den Apport verweigern, hat dies nichts mit der schlecht riechenden Krähen oder Respekt vor wehrhaftem Wild zu tun. Es ist der Gehorsam der dem Hund in der entscheidenden Phase fehlt. Apport heißt Apport und ist ein Befehl und nicht eine Bitte.

Ich empfehle daher auch immer, als erstes mit einer Krähe und Fuchs zu trainieren, bevor man eine Ente oder einen Hasen nimmt. 

 

Dogblind und Tarnschirm für die Krähenjagd.

Hund im Tarnschirm oder im Dogblind?

Der Markt bietet viel Zubehör für die Lockjagd auf Krähen an. Unter dieser Ausrüstung findet sich auch einiges für den Jagdhund.

 

Ich habe bis anhin meinen Jagdhund bei der Krähenjagd immer im Tarnschirm dabei gehabt. Es wäre beim ihm kein Problem ihn anderswo deponieren zu können, ohne das er sich selbstständig macht.

 

Ich möchte aber, dass mein Jagdhelfer bei mir ist und ich die Beute abnehmen und verwalten kann.

 

Zudem sehe ich nur einen Vorteil, wenn der Hund in einem Dogblind wäre: Ich habe mehr Platz im Tarnschirm.

 

Aber sind wir mal ehrlich. Lieber etwas enger, dafür ist der beste Kamerad ständig dabei. 

 

Zudem kann man Geld - viel Geld sparen - wenn der Hund keinen Dogblind braucht. Geld dass man in sinnvollere Sachen investieren kann. 

 

Standruhe für die Krähenjagd und den Jagdhund.

Standruhe / Schusshitze:

In der Ruhe liegt die Kraft!

Der heutige Jagdgebrauchshund muss alles und dies auch noch jederzeit und überall können: Wildschärfe, Gehorsam, Schönheit, sozial Verträglich, Kinderlieb und das 24/7! So zumindest sehen es einige Jäger.

 

Trotz der vielen Wünsche und Ansprüche, sollte man fair sein und sich immer wieder selber reflektieren. Der Hund ist UNSER erschaffenes Produkt. Kann er was nicht, liegt es meistens nicht am Vierbeiner. Viel intensiver muss der Jagdhund z.B. lernen, Frust zu ertragen. Für die später gewünschte Standruhe ist das unerlässlich. Immer wieder sehe ich nervöse, fiebende oder heulende Jagdhunde. 

 

Damit sowas nicht vorkommt, kann der Hundeführer viel dagegen bzw. dafür tun. 

 

Die Grundproblem vieler Jagdhunde sind jedoch selten fehlendes Talent oder mangelnde Anlagen, sondern der Herr am Ende der Leine mit seiner Ungeduld.

 

Beispielsweise muss ein Retriever  das Apportieren nicht erst lernen, er kann es – es steckt in ihm, von Geburt an. Diese Anlage muss daher nicht schon im Welpenalter gefördert werden. Wir müssen daher jeden Hund begutachten und individuell fördern und fordern. Lassen Sie dem Hund Zeit. Er soll die einzelnen Stufen des Hundelebens durchmachen und dabei Erfahrungen sammeln. 

 

Auf die Krähenjagd bezogen heißt dass, er soll zuerst sitzen und liegen können im Tarnschirm. Apportieren wird er noch lange können. Einfach mitnehmen und ihn an die ganze Situation gewöhnen. Glauben Sie mir, sobald er die erste Krähe apportieren darf, weiß er um was es geht.

Gehörschutz für den Hund Jagdhund Krähenjagd

Gesundheit / Gehörschutz für Hunde:

Wir Jägern bewundern das feine Gehör der Hunde, und machen uns dieses in vielen Jagdsituationen auch zu Nutze. Wir schützen uns auch, damit wir kein Knalltrauma etc. erhalten. Warum also sollte der Jagdhund nicht auch ein Gehörschutz tragen. 

 

Der  Gehörschutz für Jagdhunde schützt die empfindlichen Hundeohren effektiv bei jeden Schuss. Er muss aber wie Vieles, zuerst angewöhnt werden. Es lohnt sich aber sicher und der Hund dankt es dem Jäger mit Garantie!

 

Gesundheit / Decke im Winter:

Aus der Erfahrung einer Tierarztpraxis, welche eine große Kundschaft von Jagdhunden behandelt, möchte ich hier eine wichtige Information einfließen lassen. Die Hunde liegen - unaufgewärmt - im Schirm, rennen los und strapazieren so ihre Bänder und Gelenke. Ein Aufwärmen vor der Jagd wäre hier ins Auge zu fassen. Ebenso liegen der Jagdhund meistens neben uns im Schirm. Der oft nasse und kühle Boden ist hierbei nicht wirklich förderlich. Daher sollten wir dem Hund was gutes Tun und ihm eine entsprechende Decke bereitstellen. 

 

 

Jagdhundeausbildung für den Retriever für die Krähenjagd

Eingewöhnung:

Es ist der Geruch bestimmter Tierarten, der den Jagdhunden nicht mundet. Welche Duftkomponenten da ausschlaggebend sind, weiß man nicht bis anhin nicht mit Sicherheit. Auch gibt es starke individuelle Unterschiede von Hund zu Hund.

 

Damit der Jagdhund von Beginn an keinen Unterschied macht und freudig apportiert gilt: Man erntet, was man säht!

 

Ich empfehle daher bereits als Welpe mit der Dressurangel zu trainieren. Es ist kein Spielen, es ist ein Trainieren. Sie macht dem Welpen ausgesprochenen Spaß, wenn man es richtig angeht. Benutzen Sie dabei Krähen, Elstern, Fuchsbalg oder dergleichen. Keine lecker riechenden Hasen oder Enten. Der Welpe soll rein reinbeißen und Freunde an der Beute erhalten.  Zeigen Sie Freude,  wenn es klappt. Jeder Hund mag Lob, vom Rüdemann sowieso! Der Jagdhund soll unbedingt lernen, kräftig zuzupacken. Wenn er nachlässig wird, zieht man die Beute sofort weg. Auf der Jagd gibt es auch selten zwei Chancen. Das muss der Vierbeiner lernen. 

Krähen sind wehrhaft und dies muss der Jagdhund wissen.

Wehrhafte Krähen:

Arbeiten sie beim Apportieren nicht mit Druck! Zwang ja, und zwar ist Apport ein Befehl dem Folge zu leisten ist.

 

Hat der Welpe einmal seine Lektion begriffen, dann muss man stets auf die korrekte, konsequente Ausführung achten. Allerdings kommt es stets auf umsichtiges Handeln und Verhalten des Rüdemanns an.

 

Überfordern sie den Hund aber nicht! Alles braucht seine Zeit.

 

Jeder Gewalteinfluss ist stets mit einem Verlust der Arbeitsfreude und dem Vertrauen zwischen Hund und Führer verbunden. Beobachten Sie ihren Hund und handeln dementsprechend besonnen.

 

Schnelles Aufnehmen:

Sollte der Hund lieber zuerst an der Beute riechen und die Situation einschätzen, muss gehandelt werden. Man stelle sich vor, die kranke Krähe wird zuerst mal beschnüffelt bevor der Hund dann eventuell den Apport durchführt. Das wäre absolut fatal und würde einen großen Kreis ziehen. 

 

Hierbei empfehle ich eine gute Übung. Legen Sie eine Krähe auf den Boden. Der Hund soll angeleint neben ihnen zu der Beute laufen. Er darf das Haupt nicht senken. Er muss sich auf sie konzentrieren. Laufen Sie drei vier fünf Mal die Beute an. Will er daran riechen oder zupacken, ziehen Sie den Hund weg. Er hat Fuß zu laufen! Irgendwann geben Sie das Kommando zu Apport / zupacken. Dann muss er ohne wenn und aber sofort zugreifen. Loben Sie den Hund wenn er es tut. Nehmen Sie die Beute nicht weg. Er soll lernen, zupacken heißt Beute. Das wird der Jüngling schnell lernen. 

  



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Kommentare: 1
  • #1

    Sebastian Nuding (Samstag, 29 Juni 2019 14:11)

    Wie immer super beschrieben. Danke dafür. �