Falknerei / Beizjagd


Gewisse örtliche Gegebenheiten lassen die Jagd mit dem freundlichen oder feindlichen Lockbild nicht zu. Das Unterlassen der Jagd ist aber keine Option!

Warum Krähenbeizjagd?

Auf den anderen Seiten können Sie lesen, dass die Jagd mit dem Lockbild sehr erfolgreich ist, wenn man sie richtig betreibt. Warum dann also noch den Aufwand betreiben und Krähen zusätzlich im Revier beizen? Die Beizjagd und die Jagd mit dem Lockbild sind kein Widerspruch sondern eine optimale Ergänzung. Wenn der Jagddruck im Revier zu groß wird, ziehe sich die Krähen in Ortsnähe zurück. Hier sind den Jägern mit Flinte und Büchse aber meist gesetzlich und aus Sicherheitsgründen die Hände gebunden. Genau da setzt aber die Beizjagd an. Vor allem in der Umgebung mit vielen Menschen und Autos sind die Krähen vertrauter am Straßenrand und bilden somit eine gute Beutechance für den abgetragenen Greifvogel. Der Vergrämungseffekt der Beizjagd im und ortsnahen Gebiet bringt die Krähen aber auch wieder zurück auf die Felder, wo sie mit der Schusswaffe erlegt werden können. Mehr ist bei der Beizjagd wirklich mehr. Je mehr Reviere einem Krähenfalkner zur Verfügung stehen, umso erfolgreicher ist er. Aber nicht nur in Summe, sondern in jedem einzelnen Revier!

Der Beizvogel und die Krähen lernen beide durch die Beizjagd!

Jagt ein Falkner nur in einem Revier, so lernen die Krähen leider oft schneller als ein junger Greifvogel. Je öfter er Reviere wechseln kann, umso weniger stellt sich ein Lerneffekt für die Krähen in einem bestimmten Revier ein. Der Greifvogel lernt aber in jedem Revier dazu. Wenn der Falkner nun wieder in das erste Revier zurückkommt, ist der Greifvogel bereits auf einem höheren Lernlevel und umso erfolgreicher wird er dann auch sein. Auch bei einem schon fertig ausgebildeten Greifvogel hilft das häufige Revierwechseln in Bezug auf die Wiedererkennung von Fahrzeugen und die Fluchtdistanzen, was ebenso zu besseren Erfolgen führt. Auf diese Art ist es sogar möglich mit Greifvögeln im Jahr eine dreistellige Summe an Krähen zu beizen!

Erfolgreiche Krähenjagd

Die Schwierigkeit bei dieser Krähenbeizjagd liegt vor allem daran an eine gute Jagdchance zukommen. Krähenvögel zählen zu den intelligentesten Tieren unserer Erde und kapieren daher sehr schnell, dass eine gewisse Situation für sie Lebensgefahr bedeutet. Zur Verdeutlichung möchte ich ein paar Erfahrungen schildern. Wir bejagen Krähen in mehreren Revieren und der Vogel startet dabei meistens rechts hinten aus der Schiebetüre, damit sie den Vogel nicht schon durch die Windschutzscheibe sehen. Wenn die Krähen rein nur das Klicken der Türverriegelung hören (ohne dass wir die Türe tatsächlich öffnen) flüchten sie bereits. Um dies zu verhindern versuchen wir oft die Türe gerade so weit zuöffnen, dass die Verriegelung nicht mehr einrasten kann. Die Tür steht dann kaum einen Zentimeter weit vom Auto ab und die wenigsten Menschen bemerken diesen Unterschied. Dennoch schlägt der Krähenwachposten sofort Alarm, wenn er ein Auto mit leicht verschobener Tür heranfahren sieht. Wenn ich allerdings mit dem selben Auto zur Arbeit fahre und die Tür geschlossen ist, dann bleiben auch die Krähen oft sitzen. Krähen merken auch, wenn ein Auto innerhalb kurzer Zeit zweimal an einem Ort vorbeikommt. Wenn wir zum ersten Mal in einem neuen Revier unterwegs sind (wo die Krähen das Auto also noch nicht kennen) und nicht gleich den Greifvogel auf die Krähen werfen sondern erst in einiger Distanz, natürlich außerhalb der Sicht der Krähen, wenden, fliehen sie trotzdem wenn das Auto erneut auf sie zukommt. Je länger man in einem Revier auf Krähenjagd geht, umso besser kennen die Krähenvögel das eigene Auto. Wechselautos oder mehrere Reviere sind daher unbedingt notwendig, um auf längere Zeit gesehen erfolgreich Krähen zu bejagen.


Ablauf der Beizjagd

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Der Beizvogel

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Auswirkungen im Revier

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