Wetter bei der Jagd auf Krähen


Das Wetter entscheidet über eine erfolgreiche Jagd

Wetter bei der Krähenjagd

Viele Faktoren sind entscheidend, damit die Jagd erfolgreich wird. Hierbei spielt auch das Wetter seine Rolle. Solange keine Tornados oder Wasserfluten anstehen, ist die Lockjagd auf Krähen eigentlich fast immer möglich. Trotzdem sollte man sich den Vorteilen bzw. Nachteilen der jeweiligen Witterung bewusst sein. 


Sonne

Mit der Dämmerung werden die Krähen langsam wach. Nach der Morgenpflege - bei den Krähen - fliegen sie auf die Felder zum Äsen. Bei sonnigem Wetter ist eigentlich nur eines zu beachten: Der Schirm und das Lockbild sollte nicht so angelegt sein, dass man gegen die Sonne schiessen muss. Ansonsten hilft eine Sonnenbrille um das Blenden einzudämmen. 


Regen

Regen ist  super! Leichter Nieselregen oder mit Pausen. Die Krähen kommen zielstrebiger ins Lockbild und das weniger grelle Licht lässt die  Lockkrähen und den Schirm weniger unecht aussehen. Jedoch dauert die Zeit des Dämmerlichts länger.


Der Regen bringt aber auch seine Nachteile mit. Die ganze Ausrüstung ist nass und die Gefahr besteht, dass die Lockkrähen Schimmelbefall kriegen. Daher sind sie nach der Nutzung zwingend trocken zu lagern.  


Wind

Thema Windrichtung beim Krähenjagen! Wir haben festgestellt, dass öfters in den Sozialen Medien gepostet wird, dass Krähen nur bzw. lieber gegen den Wind anstreichen. Das ist schlicht: FALSCH und darf deshalb nicht unwiedersprochen stehenbleiben!

 

Krähen sind keine Tauben, Gänse oder Enten, die nur gegen den Wind und zwar geradlinig anfliegen können!

 

Krähen sind im Vergleich dazu wahre Flugkünstler die auch MIT dem Wind anfliegen und sich kurz vor der Landung mit einer kleinen Wendung fast auf der Stelle kurz in den Wind stellen und sacht auf dem Boden aufsetzen. Dabei können die sogar fast in der Luft stehen...

 

Beobachtet in der Natur!

 

Der Wind ist für die Krähenjagd nur insofern von Belang als bei starkem Wind die Krähen nach dem 1. Schuss sich sofort in den Wind stellen und im Nu außer Reichweite sind. Wind aus dem Rücken des Jägers ist da extrem schlecht. Steht der Wind dem Jäger ins Gesicht, kommen sie deutlich langsamer weg, bzw. werden noch auf den Schirm zu geblasen... Auch "kämpfen" die Krähen nicht gern gegen starken Wind an. Wer bei starkem Wind jagt, sollte diese Umstände berücksichtigen.

 

ANSONSTEN IST DIE WINDRICHTUNG VÖLLIG EGAL! Jedenfalls nichts, dem man bei der Standortwahl Bedeutung zumessen muss!!!!


Schnee

Der Schnee hat seinen Reiz, aber nicht bei der Krähenjagd. Der Schnee wird sich auf den Lockkrähen niederlegen, was zum Abbruch des Anfluges führt. Ist trotzdem eine Krähenjagd von Nöten, empfehlen wir das Lockbild auf wenige Lockkrähen zu reduzieren, so dass diese gelegentlich schnellstmöglich gereinigt werden können.

 

Auch hier gilt wie beim Regen: Nach dem Einsatz sind die Lockkrähen zu trocknen. Der Schimmelbefahl ist vorprogrammiert. 


Frost

Eisige Nächte bringen ihre Probleme mit sich. Die Lockkrähen erhalten bei Frost eine glänzende Oberfläche. Dies schreckt die Krähen ab und der Anflug bleibt aus. Die Lockkrähen können zwar am Abend vorher ins Auto gelegt werden, jedoch werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit trotzdem Reif ansetzen. Dies kann relativ einfach umgangen werden, in dem man Frostschutzmittel (Enteisungsspray für das Auto) einsetzt. Sobald das Lockbild steht, sprüht man damit die Lockkrähen ein. 


Nebel

Auf den ersten Blick bringt Nebel  einen Vorteil bei der Krähenjagd: Die Krähen sehen die Bewegungen der Krähenjäger, apportierenden Hunden etc. nicht.  Wer jedoch die Tarnung beachtet, braucht diesen Vorteil nicht. Im Konkreten hat der Nebel bei der Lockjagd auf Krähen aber seine Nachteile. Wir sind überzeugt, dass es Reviere gibt, wo es Ausnahmen gibt. Wie bei vielem auf dieser Welt. Aber die graue Suppe bringt die Krähen nicht ans Lockbild. Warum auch? Wer nichts sieht, fliegt blind in  der Gegen herum. Das wird mit Sicherheit von  einigen Krähen gemacht, aber die Erfahrung zeigt, dass dicker Nebel, keinen Anflug bringt. Er hat sogar erhebliche Nachteile. Die Lockkrähen werden nass  und begingen zu glänzen. Wenn die Krähen nichts sehen, werden die Jäger auch den Anflug nicht sehen. So schnell wie sie anflogen, drehen sie auch ab und verschwinden im Nebel. Aufgrund dessen raten wir von Nebel der sich  über den ganzen Tag hinweg ziehen kann, ab. Hierbei ist aber eben wichtig, dass es nicht ein Hochnebel ist, sondern eben Bodennebel. Wenn er sich in den Morgenstunden  absetzt, steht einer Krähenjagd nichts im Wege. 


Und nun das Wichtigste zum Nebel: Sicherheit geht immer vor. Wenn ihr nicht wisst, was wo ist, schiesst auf gut Glück!  Also Finger lang bei schlechter Sicht!!!